Lebensmittel-Authentizität

Die Authentizität von Lebensmitteln ist ein zunehmend kritisches Thema in allen Bereichen der komplexen und globalen Beschaffungskette. Neuere Studien in Europa und Nordamerika kommen zu dem Schluss, dass bis zu 20-25% mancher Fischprodukte zum Teil falsch gekennzeichnet sind [1].

Doch das Thema Produktfälschung im Lebensmittelbereich umfasst nicht nur die absichtliche Um- bzw. Falschetikettierung von Billig- zu Premiumprodukten sondern auch das Strecken und Panschen mit z.B. minderwertigeren Bestandteilen.
Der weltweite Umsatz mit ge- oder verfälschten Lebensmitteln wird derzeit auf ca. 49 Milliarden Dollar geschätzt [2].

Die Folgen für die Lebensmittelwirtschaft sind enorm. Nicht nur teure Rückrufaktionen und Rechtsstreitigkeiten, sondern auch der mögliche Vertrauensverlust der Konsumenten und Image- und Markenschäden stehen auf dem Spiel. Zudem stellt auch der finanzielle Schaden durch den Einkauf verfälschter Rohstoffe ein Risiko dar. Mögliche Fragestellungen der Lebensmittelindustrie in diesem Zusammenhang sind z.B.:

  • Handelt es sich wirklich um 100% reines Rinderhack
  • Stammt der teurere Spargel wirklich aus Bio Anbau?
  • Stammt das Olivenöl wirklich aus der Toskana? Ist es überhaupt echtes Olivenöl?
  • Wurde der 100% frisch gepresste Orangensaft möglicherweise mit Wasser und/oder Zucker versetzt?
  • Handelt es sich wirklich um Kabeljau aus dem Atlantik oder gar um einen geschützten Fisch aus einer anderen Region oder aus einer Fischfarm?

[1] Elisabeth Rosenthal, Tests reveal mislabeling of fish. New York Times, May 26, 2011. http://www.nytimes.com/2011/05/27/science/earth/27fish.html?_r=1
[2] The fake food detectives. Newsweek, February 8, 2010. http://www.newsweek.com/2010/02/07/the-fake-food-detectives.html

Share This