GLOBALG.A.P.

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GLOBALG.A.P. ist die weltweit führende privatwirtschaftliche Normungsorganisation für Garantiestandards für Landwirtschaftsbetriebe, die mehrere Arten von Zertifizierungsprogrammen anbietet. Das Programm Integrated Farm Assurance (IFA) ist von der Global Food Safety Initiative (GFSI) anerkannt. Es basiert auf Grundsätzen der guten landwirtschaftlichen Praxis (Good Agricultural Practices, GAPs) für den Anbau von Kulturpflanzen, die Fischzucht und Viehwirtschaft. GLOBALG.A.P. zertifiziert Erzeuger in mehr als 125 Ländern der Welt, die eine sichere, nachhaltige Landwirtschaft unterstützen. Die Zertifizierung nach dem IFA-Standard unterstreicht den Einsatz eines Erzeugers für die Umsetzung und Pflege von Verfahren für Lebensmittelsicherheit, was den Zugang zu globalen Herstellern und Einzelhändlern, die eine von der GFSI anerkannte Zertifizierung von ihren Zulieferern fordern, verbessert.

Der IFA-Standard verfolgt einen modularen Zertifizierungsansatz, bei dem Erzeuger im Rahmen einer einzigen Prüfung anhand verschiedener Unterbereiche zertifiziert werden können. Der Standard orientiert sich an vier Hauptmodulen (z. B. Basiskriterien für die Produktgruppen/Crops Base) oder allgemeinen Produktionssystemen. Jeder Bereich ist in Untermodule untergliedert (z. B. Obst & Gemüse), die spezifische Herstellungsverfahren je nach Art der Produkte abdecken. Innerhalb jedes Bereichs und Unterbereichs gibt es Kontrollpunkte und Erfüllungskriterien (Control Points and Compliance Criteria, CPCC), die für eine erfolgreiche Zertifizierung erreicht werden müssen.

FoodChain ID Certification LC ist durch die US-amerikanische Stelle zur Normung industrieller Verfahrensweisen, das American National Standards Institute (ANSI), anerkannt, um einzelne Erzeuger und Erzeugergruppen nach den Basiskriterien für die Produktgruppen des IFA-Standards mit den folgenden Unterbereichen zu zertifizieren: Obst & Gemüse (Fruit & Vegetables, FV), Mähdruschfrüchte (Combinable Crops, CC) und Hopfen (Hops, HO). Darüber hinaus zertifiziert FoodChain ID Certification nach dem GRASP-Modul, einem freiwilligen Zusatzmodul, das mit einem IFA-Audit kombiniert werden kann. GRASP steht für GLOBALG.A.P. Risk Assessment on Social Practice (Risikobewertung sozialer Praktiken) und wird verwendet, um die landwirtschaftlichen Praktiken eines Erzeugers in Bezug auf Arbeitergesundheit, Sicherheit und Wohlergehen zu bewerten.

Aktuell erfolgt die Zertifizierung nach dem IFA-Standard anhand von Version 5.1 von Oktober 2017. Klicken Sie hier, um die IFA-Standardunterlagen von der GLOBALG.A.P.-Website herunterzuladen.

In den letzten Jahren haben weithin publizierte Lebensmittelrückrufe aufgrund von Fehlern beim Management der Lebensmittelsicherheit innerhalb von Produktionssystemen Käufer in Hinsicht auf Lieferantengarantien sensibilisiert. Hersteller und Einzelhändler verlangen von ihren Zulieferern zunehmend die Zertifizierung nach einem von der GFSI anerkannten Programm. Für Obst- und Gemüseerzeuger, die Produkte in die USA liefern, gilt außerdem das Erfordernis, die Vorschrift über Produktsicherheit (Produce Safety Regulation) des Gesetzes zur Modernisierung der Lebensmittelsicherheit (Food Safety Modernization Act, FSMA) zu erfüllen.  Die Zertifizierung gemäß GLOBALG.A.P. trägt dazu bei, das erforderliche Maß an Gewissheit und die Einhaltung behördlicher Vorschriften zu Beginn der Lieferkette zu erreichen, indem Erzeugern geholfen wird, durch GAPs und HACCP-basierte Umsetzung eine Gefährdung der Lebensmittelsicherheit zu erkennen und zu begrenzen.

Die GLOBALG.A.P.-Zertifizierung ist ein einfaches Verfahren, das mit der Anmeldung eines Erzeugers oder einer Erzeugergruppe beginnt. Dem folgt eine Selbstbewertung anhand der entsprechenden Checkliste je nach Bereich/Unterbereich und eine Besichtigung vor Ort.

FoodChain ID Certification LC verfügt über umfassende Erfahrung auf dem Gebiet der unabhängigen Zertifizierung von Systemen der Primärproduktion. Hinzu kommen unser Engagement für die Zufriedenheit unserer Kunden und das Streben nach ständiger Verbesserung. Unsere Kunden stehen bei FoodChain ID Certification an oberster Stelle, was in unserer engen Kommunikation während des gesamten Zertifizierungsprozesses zum Ausdruck kommt.

Ist Ihr Unternehmen an der Zertifizierung nach GLOBALG.A.P. interessiert? Dann beachten Sie die folgenden häufig gestellten Fragen, um die erforderlichen Schritte in die Wege zu leiten.

Das IFA-Programm bietet unterschiedliche Wege zur Zertifizierung. Ein Erzeuger hat die Wahl zwischen den folgenden Optionen:

Option 1

Option 1 ermöglicht die Zertifizierung einzelner Erzeuger (d. h. eine Einzelperson oder juristische Person), zu denen eine oder mehrere Produktionsstätten mit dem gleichen Eigentümer gehören. Innerhalb von Option 1 stehen drei Kategorien zur Verfügung, je nachdem ob der Erzeuger die Zertifizierung für einen oder mehrere Standorte anstrebt und ob die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems (QMS) des Erzeugers für mehrere Standorte gewünscht ist.

  • Einzelner Erzeuger – ein Standort
  • Einzelner Erzeuger – mehrere Standorte ohne QMS
  • Einzelner Erzeuger – mehrere Standorte mit QMS

Option 2

Option 2 ermöglicht die Zertifizierung mehrerer Erzeuger, die eine Erzeugergruppe bilden, wobei die Gruppe als eine juristische Person zertifiziert wird. Die Zertifizierung nach Option 2 verlangt es, dass alle Erzeuger und Produktionsstätten innerhalb der Gruppe nach einem QMS operieren, um die CPCC des Bereichs/Unterbereichs zu erfüllen. Das QMS wird nach Kontrollpunkten in der Checkliste für Qualitätsmanagementsysteme bewertet, die für alle Bereiche gilt.

Die GGN identifiziert jeden einzelnen Erzeuger und jedes Mitglied einer Erzeugergruppe für Zwecke der Rückverfolgbarkeit und zur Bestätigung des Zertifizierungsstatus eines Erzeugers in der Datenbank von GLOBALG.A.P. Für Unternehmen mit einem GS1-Standard ersetzt die globale Lokationsnummer (GLN) die GNN.

Setzen Sie sich mit FoodChain ID Certification in Verbindung, um einen GLOBALG.A.P.-Antrag zu erhalten. Nach Eingang des ausgefüllten Antrags bestätigt FoodChain ID Certification den Bereich/Unterbereich und stellt Ihnen den Unterlizenz- und Zertifizierungsvertrag von GLOBALG.A.P. bereit.  Nach Unterzeichnung des Vertrags und Begleichung der GLOBALG.A.P.-Anmeldegebühren registriert FoodChain ID Certification Ihre Organisation in der GLOBALG.A.P.-Datenbank, um eine eindeutige GGN zu erhalten. Nach Abschluss des Anmeldeverfahrens weist FoodChain ID Certification Ihnen einen qualifizierten Prüfer zu und plant die Inspektion.

Der IFA-Standard ist eine Dokumentensammlung, die den modularen Aufbau des Standards unterstützt. Sie umfasst die allgemeinen Bestimmungen (General Regulations), Kontrollpunkte und Erfüllungskriterien (Control Points and Compliance Criteria, je nach Bereich/Unterbereich), Checklisten (entsprechend den CPCC-Dokumenten) und Leitlinien und Begleitdokumente (Guidelines and Supporting Documents; z. B. FSMA-Leitfaden und Selbstbewertung), die im Dokumentzentrum von GLOBALG.A.P. zum Download bereitstehen.

Die Zertifizierung nach dem IFA-Standard erfordert eine dokumentierte Selbstbewertung (Option 1 – einzelner Standort oder mehrere Standorte ohne QMS) oder eine interne Prüfung (Option 1 – mehrere Standorte mit QMS oder Option 2) auf jährlicher Basis in Bezug auf die CPCC der anzuwendenden Checklisten, die sich nach dem Bereich/Unterbereich eines Erzeugers richten. Zum Beispiel müsste ein Apfelproduzent, der sich zertifizieren lassen möchte, sein Managementsystem für Lebensmittelsicherheit anhand der Checkliste All Farm Base – Crops Base – Fruit and Vegetables (Kriterien für den Gesamtbetrieb – Basiskriterien für die Produktgruppen – Obst und Gemüse) bewerten.

Haben Sie Fragen? Die Zertifizierungsexperten von FoodChain ID Certification erklären Ihnen gerne das Verfahren und stehen Ihnen zur Seite, um Sie auf den Weg zu bringen.

GLOBALG.A.P. verfügt über ein Netzwerk von lizenzierten Farm Assurers – unabhängigen Beratern für landwirtschaftliche Erzeuger, die in der Einführung von GAPs, IFA-Kontrollpunkten und Erfüllungskriterien sowie Bewertungsprotokollen geschult sind. Farm Assurers können Sie bei der Auslegung des Standards unterstützen und die Auditvorbereitung erleichtern. Besuchen Sie www.farmassurer.org, um mehr über von GLOBALG.A.P. zugelassene Farm Assurers zu erfahren.

Zum Erhalt der Zertifizierung werden jährlich angekündigte Inspektionen durchgeführt, die eine Bewertung anhand aller CPCC der anzuwendenden Checkliste durch den Prüfer beinhalten. Kontrollpunkte (Control Points, CP) stellen einzelne Anforderungen des Standards dar und sind als wichtige Muss-Kriterien (Major Musts), untergeordnete Muss-Kriterien (Minor Musts) bzw. Empfehlungen (Recommendations) kategorisiert, wohingegen Erfüllungskriterien (Compliance Criteria, CC) die Erwartungen für das Erreichen der CP-Konformität verkörpern. Für die Zertifizierung sind 100 % der zutreffenden Major Musts und 95 % der zutreffenden Minor Musts zu erfüllen. Wenn die Mindestpunktzahl nicht erreicht ist, werden eine Konformitätsabweichung und Maßnahmen zugewiesen.

Die jährliche Inspektion und QMS-Prüfung (falls zutreffend) kann eine Kombination aus Off-site-/On-site-Bewertung oder lediglich eine Vor-Ort-Besichtigung/Prüfung sein. Beim Kombinationsansatz können die Selbstbewertung der Betriebsstätte, die Verfahrensunterlagen, die Risikobewertung, die Materiallisten, die Analyseberichte und zugehörigen Dokumente durch den Auditor kurz vor der geplanten Besichtigung extern geprüft werden. Dieser Bewertung folgt die Vor-Ort-Inspektion (durch denselben Auditor), um die Informationen aus der externen Prüfung zu verifizieren und die Verfahren der Produktionsstätte anhand der Checklistenkriterien zu bewerten.

Der Erzeuger oder die Erzeugergruppe werden innerhalb von 28 Tagen nach der Besichtigung bzw. innerhalb von 28 Tagen nach Beilegung einer Konformitätsabweichung – insofern die Mindestkriterien für eine Zertifizierung zunächst nicht gegeben waren – zertifiziert.

Beginnen Sie heute mit Ihre Reise zur Zertifizierung

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